IBA Projektgruppen

Die IBA Basel verknüpft  Einzelprojekte mit Gemeinsamkeiten zu thematischen IBA Projektgruppen, um Kräfte zu bündeln und neue Ideen hervorzubringen.

Projektgruppe IBA Rheinliebe

Zu Beginn der IBA Basel im Jahr 2010 präsentierten sich zahlreiche Projektideen, die alle am Rhein angesiedelt waren. Um eine koordinierte und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmte Realisierung zu gewährleisten, fasste die IBA Basel diese Projekte zu einer Gruppe zusammen und führte gemeinsam mit den Projektträgern eine Studie zur Entwicklung einer übergeordneten Vision durch: So entstand die Projektgruppe Rheinliebe.

Seit 2011 hat die IBA Basel zahlreiche weitere Projektträgerschaften für die Projektgruppe Rheinliebe gewinnen können. Dieser gemeinsame Wunsch nach grenzüberschreitender Zusammenarbeit spiegelte sich in der Unterzeichnung einer Zusammenarbeitsvereinbarung im Jahr 2019 wider. Damit ermöglicht die IBA Basel eine kohärente und nachhaltige Entwicklung dieses Rheinuferlandschafts.

So arbeiten derzeit 20 Gemeinden der trinationalen Agglomeration (CH, D, F) zusammen, um die Rheinlandschaft als Erholungs- und Naturraum in Wert zu setzen und erlebbarer zu machen. Die Zugänge an den Rhein und die abgestimmte Gestaltung der Ufer schafft eine gemeinsame Rheinidentität über die Grenzen hinweg.

So sollen bis zum Jahr 2020 und darüber hinaus, die Rheinufer von Stein (CH) / Bad Säckingen (D) bis Bad Bellingen (D) / Kembs (F) zugänglicher und durchgängiger gestaltet sowie die Uferlandschaft aufgewertet werden. Für die gemeinsame Erschliessung der Rheinufer wurde 2017 in der IBA Projektgruppe ein gemeinsamer Massnahmenplan erstellt. Das langfristige Konzept ist, die IBA Rheinliebe-Landschaft als gemeinsamen Verantwortungsraum zu entwickeln. Der in der Gruppe erarbeitete Massnahmenplan enthält vielfältige Möglichkeiten mit einer einheitlichen Gestaltungssprache den Landschaftsraum nachhaltig, auch im Hinblick auf Naturschutz-Vorgaben, zu gestalten. Der Material- und Farbkanon für diese Gestaltungsmassnahmen wurde bewusst dem Erscheinungsbild der Rheinlandschaft angelehnt. Leitmotiv für diese trinationale Partnerschaft ist das IBA Rheinliebe-Herz, eine Bildmarke aus Punkten in türkisblau. Das Logo spiegelt in seiner Farbwahl die Farbe des Rheins im Sommer wider. Als Projektmarkierung wird es zukünftig die Besucher durch die IBA Rheinliebe-Landschaft führen.

Darüber hinaus arbeitet die IBA Basel derzeit an der Entwicklung der IBA Rheinliebe Beschilderung und konzentriert sich gemeinsam mit den Gemeinden auf die Umsetzung kommunaler Aufwertungsmassnahmen entlang des Rheins.

 

Involvierte Gemeinden
  • Basel-Stadt (CH)
  • Bad Bellingen (D)
  • Bad Säckingen (D)
  • Efringen-Kirchen (D)
  • Grenzach-Wyhlen (D)
  • Huningue (F)
  • Kembs (F)
  • Möhlin (CH)
  • Mumpf (CH)
  • Rheinfelden (CH)
  • Rheinfelden (D)
  • Rosenau (F)
  • Schwörstadt (D)
  • Stein im Fricktal (CH)
  • Village-Neuf (F)
  • Wallbach (CH)
  • Wehr (D)
  • Weil am Rhein (D)

Andere beteiligte Gemeinde durch Birspark Landschaft:

- Birsfelden (CH)
- Muttenz (CH)

Projektgruppe IBA Kiesgruben 2.0

In der Region Basel befinden sich derzeit rund 50 Kiesgruben in unterschiedlichen Betriebszuständen und Grössen. Durch die Projektgruppe Kiesgruben 2.0 möchte die IBA Basel die industriellen Abbauorte in neue Landschaftsräume mit Baggerseen, grenzüberschreitenden Fuss- und Fahrradwegen sowie neuen Wohnanlagen und Biotopen umwandeln. Die Renaturierung der Kiesgruben erfolgt etappenweise über mehrere Jahrzehnte und ermöglicht damit eine längerfristige Perspektive der Nachnutzung: So entstehen aus einem Niemandslandneu miteinander verbundene Räume der Naherholung für die Bevölkerung aus den drei Ländern. Bis 2020 sollen mehrere Umgestaltungen und Renaturierungen durchgeführt werden, die als Pilot- und Referenzprojekte für weitere Entwicklungen beigezogen werden, um schliesslich von der Bevölkerung genutzt zu werden.

Die IBA Basel bringt die verschiedenen Akteure in der Projektgruppe zusammen und erleichtert damit die grenzüberschreitende Gestaltung der Projektorte sowie den Erfahrungsaustausch zwischen den Projektpartnern.

 

Involvierte Gemeinden
  • Allschwil (CH)
  • Bartenheim (F)
  • Basel-Stadt (CH)
  • Hégenheim (F)
  • Saint-Louis (F)
  • Sierentz (F)
  • Rheinfelden (Baden) (D)

 

Projektgruppe IBA Aktive Bahnhöfe

An 18 Bahnhöfen der S-Bahn der trinationalen Region Basel realisieren die IBA Projekte modellhafte Stadtquartiere und vorbildliche Umsteigepunkte. So entstehen lebenswerte, attraktive und verdichtete Stadtquartiere entlang der Achsen der regionalen S-Bahnen. An den neu belebten Bahnhöfen werden umweltverträgliche Mobilitätsformen ideal miteinander verknüpft.

Durch die Projektgruppe IBA Aktive Bahnhöfe entsteht ein Netzwerk, in dem die Gemeinden gemeinsam planen, realisieren und nach aussen hin auftreten. Die Projektgruppe gibt Impulse für die nachhaltige Raumentwicklung und Mobilität in der Agglomeration Basel. Gemeinsam arbeiten die Partner in der Projektgruppe an der Verbesserung der Orientierung, der Aufenthaltsqualität sowie der Anschlussmobilität. Erster Schritt der Projektgruppe ist die Umsetzung eines trinationalen Informationssystems bis Ende 2019, welches die Nutzung des S-Bahn-Netzes durch grenzüberschreitende Pläne, Tarif- und sonstige Informationen zum Bahnhofsumfeld vereinfacht. Die IBA Basel stimmt das Vorgehen der Projektgruppe mit den übergeordneten Behörden und Bahngesellschaften ab. Weiter ist an Pilotstandorten bis 2020 die Aktivierung von Bahnhofsgebäuden und Freiflächen sowie ein trinationaler Fahrradverleih geplant.

 

– Am Zoll Lörrach/Riehen
– Badischer Bahnhof Basel
– Bahnhof Rheinfelden (Baden)
– Bahnhof Sierentz, Domaine     Haas
– Grenzach Neue Mitte
– Hauptbahnhof Lörrach
– Bahnhof Mulhouse-Dornach,
   Quartier DMC
– Bahnhof Saint-Louis, Tram 3
– Bahnhofsquartier Rheinweiler
– Bahnhof Bad Säckingen
– Bahnhof Bartenheim
– Bahnhof Liestal
– Bahnhof Möhlin (Entwicklungsschwerpunkt Rheinfelden/Möhlin)
– Bahnhof Stein im Fricktal 

 

Informationsflyer Aktive Bahnhöfe

Umsetzungsprogramm