03 - Am Zoll Lörrach / Riehen

Städtebauliche Neuordnung um eine S-Bahnhaltestelle an der Grenze

Das Quartier im Bereich des Grenzüberganges wird städtebaulich und verkehrlich entwickelt. Dieses Ziel verfolgt die Stadt Lörrach gemeinsam mit der Schweizer Nachbargemeinde Riehen, dem schweizerischen Kanton Basel-Stadt und weiteren Akteuren. Dabei sollen beispielhaft nachhaltige siedlungsstrukturelle Lösungen im Bereich Nachverdichtung und Mobilität (Tramverlängerung, Mobilitätsdrehscheibe) gefunden werden. Aufgrund der Vielzahl der Akteure und Interessenlagen, der Lage an einer EU-Aussengrenze, der übergeordneten Abhängigkeiten, unterschiedlicher Planungssysteme sowie Grundstücksverhältnissen, ist das Planungsverfahren komplex. Zwischen den Kommunen und übergeordneten Behörden etablierte sich eine gute Zusammenarbeit, die diese integrierte Projektentwicklung beflügelt hat.

Die Ambitionen hinsichtlich Gestaltungs- und Prozessqualität des Projekts sind hoch, da es Teil des Förderprogramms «Nationale Projekte des Städtebaus» des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) ist. Jährlich werden die Bürger und Interessensgruppen an der Projektentwicklung aktiv mit innovativen partizipativen Formen beteiligt. Einerseits geht es um die Schaffung neuer Alltagsorte für die Bevölkerung des Zollquartiers beiderseits der Grenze, neue Lebensqualität durch hochwertige Freiräume in einer suburbanen Grenzlage mit der Aufwertung der Basler Strasse und der Verbindung der beiden wichtigen trinationalen Naherhohlungsräume Tüllinger Berg und Maienbühl. Andererseits ermöglicht die angedachte Konzeption der Basler Strasse die spätere Einführung einer Tram und den Ausbau des Bahnhofs Lörrach-Stetten zu einer binationalen Mobilitätsdrehscheibe.

 

Relevanz

— Regional: Förderung der umweltverträglichen Mobilität und Siedlungsentwicklung

— International: Modell für Quartiersentwicklung und Bau der Mobilitätsdrehscheibe im Bestand, digitale Teststrecke